Vom 14. bis 20. Juni 2026 wehte Zirkusluft an der Grundschule Carl Orff: mit dem Mitmachzirkus ZappZarap verwandelte sich das Schulgelände in eine bunte Manege und bot ein einwöchiges Projekt, das Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern gleichermaßen in Erinnerung bleiben wird.
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit von Schule, Elternbeirat, Förderverein und vielen Eltern. Die Finanzierung übernahmen Förderverein und Elternbeirat. Bereits vor dem Zirkusstart nahmen die Lehrkräfte an einer achtstündigen Fortbildung teil, um als Trainer die Kinder anzuleiten. Am 14. Juni stellten Eltern gemeinsam das Zelt auf. Nach der letzten Vorstellung am Samstag sorgten sie auch für den Abbau.
Insgesamt nahmen rund 440 Kinder teil. Sie wurden in zwei jahrgangsgemischte Gruppen eingeteilt. Innerhalb ihrer Gruppe konnten die Kinder aus jeweils 13 Workshops wählen. Auch die Partnerklasse der Pestalozzischule, des Sonderpädagogischen Förderzentrums, war mit dabei.
Der Wochenablauf im Überblick:
- Montag: Eröffnung mit einer Lehrershow, danach Schnupperangebote und Wahl der Workshops
- Dienstag: Training und Proben des Einlaufs in die Manege
- Mittwoch: Training und Proben des Auslaufs aus der Manege
- Donnerstag: Manegenkostprobe und Aufstellprobe der einzelnen Gruppen
- Freitag: Generalproben (jede Gruppe vor der anderen Gruppe), die Vorschulkinder aus den Kindergärten nahmen als Gäste daran teil.
- Freitag Nachmittag/Abend + Samstag Vormittag/Mittag: Vier Aufführungen vor ausverkauften Zelten
Elternbeirat und Förderverein organisierten die Verpflegung mit Popcorn, „süßen Tüten“, Brezen, Kuchen und Getränken. Sowohl Publikum als auch Mitwirkende zeigten große Begeisterung: die Kinder präsentierten, was sie in einer Woche erarbeitet hatten, gaben in jeder Vorstellung ihr Bestes und lieferten sensationelle Shows. Am Ende der letzten Vorstellung waren alle erschöpft, aber glücklich — ein gemeinsamer Erfolg, der gezeigt hat: ein so aufwendiges Projekt ist nur möglich, wenn alle zusammenhelfen.
Das Konzept setzt darauf, Lehrkräfte als unsichtbare Trainer einzusetzen. Die Lehrerinnen wählen ein Genre, trainieren die Kinder in ihrem Workshop, bleiben aber im Hintergrund, damit die Kinder selbständig in die Manege gehen und auftreten — nur bei Bedarf greift die Lehrkraft ein.
Die pädagogischen Ziele im Überblick:
- Neues probieren und Grenzen überwinden
- Beweglichkeit und nonverbale Ausdrucksfähigkeit fördern
- Freundschaften schließen und Vorurteile abbauen
- Festgefahrene Verhaltensmuster verändern
- Emotionen zulassen und Misserfolge verkraften
- Respekt und Achtung anderen gegenüber stärken
- Präsentation der eigenen Person und Selbstbewusstsein fördern
- Nachhaltigkeit und anhaltende positive Effekte im Schulalltag
- Vorurteil- und Schubladendenken auflösen
- Angstbewältigung, Aktivität und Freude am Ausprobieren
Unter dem Motto „Kannst du nicht war gestern!“ erlebten die Kinder eine Woche voller Mut, Kreativität und Gemeinschaft. Der Mitmachzirkus ZappZarap zeigte eindrücklich, wie viel Potenzial in einem gemeinsamen, sorgfältig vorbereiteten Schulprojekt steckt — und wie sehr solche Erlebnisse Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung stärken.



